Energieinnovation im Sarntal.

Seit 2013 hat Lavarent eine eigene Flüssigmethangasanlage. Der Wechsel vom ursprünglichen Brennstoff GPL auf LNG hat sich positiv auf die Energieeffizienz ausgewirkt.

Als Dienstleistungsunternehmen mit industriellem Charakter ist der Energiebedarf enorm. Dies spiegelt sich in Kosten und Umweltbelastung wider. Um diese beiden Aspekte positiv zu beeinflussen, investiert Lavarent als erstes Unternehmen Italiens in eine Flüssigmethangasanlage für die industrielle Nutzung. „Der herkömmlich genutzte Treibstoff GPL, den wir für das Betreiben der Wasch-, Trocken- sowie Bügelanlagen benötigen, wurde durch GNL ersetzt. Hierbei handelt es sich um verflüssigtes Methangas. Um das ursprüngliche Erdgas verflüssigen zu können, muss es auf -160° C gekühlt werden. Durch die 600-fache Volumenreduktion wird vor allem eine Reduzierung der Transportfahrten erreicht“, erklärt Kurt Eccel.

Installation des LNG-Tanks

Grundsätzlich ist der Einsatz von GNL für alle Unternehmen interessant, welche nicht an eine Methanpipeline angeschlossen sind und die für ihren Produktionsprozess fossile Brennstoffe verwenden.

„Es gibt nichts Wichtigeres für ein Unternehmen als stromunabhängig agieren zu können“

Zwei wichtige Vorteile, die der Einsatz von GNL mit sich bringt, ist zum einen der erheblich geringere CO²-Ausstoß, im Fall Lavarent von bis zu 50 Prozent, sowie zum anderen die Möglichkeit, eine Kraft-Wärme-Koppelungs-Anlage in Betrieb nehmen zu können. Damit gemeint ist ein Verbrennungsmotor, welcher neben elektrischer auch thermische Energie produziert. „Es gibt nichts Wichtigeres für ein Unternehmen als stromunabhängig agieren zu können“, so Kurt Eccel.

Kurt Eccel mit dem Tank

Nicht zuletzt resultiert durch die Eigenproduktion von Strom auch ein wirtschaftlicher Vorteil, der es dezentral gelegenen Unternehmen ermöglicht, ihren Standort beizubehalten.